
"Natürlich brauche ich sie! Sie transportiert zwar Gefühle jeglicher Art
und Liebe ist dabei sicher die größte Motivation. Doch wäre das allein
für mich nicht überlebenswichtig.
Sie ist das Ventil, mit dem ich alle schlechten Gefühle, unter denen ich zu ertrinken drohe, so weit abbauen kann, dass mein Kopf über Wasser bleibt.
Wenn man so will, ist sie meine existenziell wichtige Therapeutin, die mich mein Leben lang begleitet."
KINI MOD ist die Musik um den Berliner Songwriter D. Borrmann. Singer/Songwritermusik auf deutsch, basierend auf Akustikgitarre und Klavier, Djembe, Loopstation, etc...
Unterstützt bei Live-Gigs und Recordings an Bass, Klavier, Djembe/Cajon und Loopstation von:
D. Borrmann: Gesang, Gitarre, Klavier, Mundharmonika, Loopstation
Kai "Redcone" Rotkegel: Bass, Gitarre
"Wrangelphil": Djembe, Cajon
Johanna von Scheeve: Klavier, Gesang
Yusuf Sahilli: Gitarre, Bass
Luki: Bass, Cajon
Valencia: Gesang
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KINI MOD
Berliner Stadtrand, kurz vor der Jahrtausendwende. Irgendwie versuche ich mich von einer massiven Decke aus Schmerz und Melancholie zu befreien und schreibe Gedichte. So wie dieses:
Jeden Tag
Jeden Tag wird es schlimmer.
Jeden Tag versinkst Du tiefer
im Sumpf des aussichtslosen Glücks
und Schmerz tritt ein statt Heilung.
Wenn Du keine Luft mehr kriegst
und Furcht sich in Gewissheit wandelt
und Du kalt am Boden liegst,
reißen alte Wunden auf,
die jeden Tag noch schmerzen
und die Du heilen wolltest.
Zu viel Verstand, zu wenig;
das hast Du nun davon.
Du stehst wieder am Anfang
des Weges der Befreiung
von der Sucht nach der Schönheit
und der Sucht nach dem Leid.
Dein Herz fängt wieder an zu bluten,
du hältst es in der rechten Hand.
Dann hört es langsam auf zu schlagen.
Sterbehilfe durch Verstand
Als ich mit dem Schreiben selbst-therapeutisch an meine Grenzen gelange und mir diesbezüglich auch die Kreationen auf meinem Keyboard im Herbst 2000 nicht ausreichen, wünsche ich mir mit 16 Jahren zu Weihnachten eine Akustikgitarre. Noch vor Heiligabend entstehen darauf erste musikalische Ideen.
In den Sommerferien 2001 entsteht dann in meinem Kinderzimmer der erste Liederzyklus: D-Moll. Aufgenommen auf MD mit allerlei Hilfsinstrumenten (größtenteils aus der Küche), eingespielt im Overdubverfahren mittels mehrfachem Abspielen über meine Stereoanlage...
Der zweite Liederzyklus war eigentlich auch schon fertig: Nachtrag. Mit dem Schlagzeug, dem Aufnahmegerät und Proberaum eines Freundes halte ich auch diesen Zyklus fest. Ich hatte mittlerweile eine elektrische Gitarre...
In den folgenden drei Jahren entstehen acht weitere Liederzyklen. So viele, dass ich mit dem Aufnehmen nicht mehr hinterher komme.
Im Keller nehme ich auf die Festplatte des "Familien-Rechners" die Zyklen 'Endlich', 'Auf ins Verderben (1)', 'Auf ins Verderben (2)', 'Zwischen den Welten', 'Offiziell Glücklich' und 'Nichts als Projektion' auf. Den Zyklus 'Neues Land' von 2004 greife ich erst 2007 wieder auf und recorde ihn zwar ebenfalls als Homerecording allerdings mit deutlich verbessertem Know How und Eqipment.
Musikalisch experimentiere ich in all diesen Homerecordings sehr viel. Es entstehen wahnsinnig viele Spuren hauptsächlich aus Gitarren und Gesangsstimmen. Aber auch aus vielem, was ich an klingenden Gegenständen finde oder an Effekt-PlugIns habe. Irgendwie verfolge ich dabei immer das Motto, das beste aus dem zu machen, was ich zur Verfügung habe...
Der Zyklus 'Stereotyp' ist bis heute nicht aufgenommen und fiel vermutlich dem Vergessen zum Opfer.
Aus einem weiteren Zyklus von 2004 ging die 2006 im Studio 3 recordete EP 'Studio 3' hervor.
Der Punkt war folgender: Die Musik war für mich immer eine Art Werkzeug, um mir selbst zu helfen. Daher bleiben die Lieder - außer bei Familie und Freunden - absolut im Verborgen. Es gibt weder ein Bestreben noch bei mir überhaupt ein Verlangen danach, die Musik in irgendeiner Form mehr Menschen zugänglich zu machen.
Ganz im Gegenteil: da die Musik so sehr persönlich und intim ist, wäre mir eine breitere Aufmerksamkeit eher unangenehm. Also mache ich weiter für mich allein daheim meine Musik.
Im Sommer 2008 dann nehme ich in einigen Nachtsessions mit der Hilfe von ein paar Freunden und Tontechnikern in einem für die reine Gesangs/Akustikgtarren-Instrumentierung absolut überdimensionierten Studio die CD 'Nachtsession' auf.
Mit diesen Aufnahmen wird bei mir ein Interesse geweckt, die Musik auch anderen Leuten vorzustellen. Das Gesamtpaket ist für mich dafür absolut geeignet. Auch das direkte Feedback von Live-Auftritten und die Atmosphere mit dem Publikum bei einem Konzert bekommen für mich einen höheren Stellenwert.
Im Sommer 2009 fange ich also an kleine Gigs zu spielen. Viele kleine Gigs...
Ende 2011 wird nach 2 1/2 Jahren Arbeit daran endlich das zweite Studio-Album fertig. Aufgenommen In Phillips kleinem Wrangelstudio. Diesmal spielt Phillip bei einigen Songs Djembe und Percussions, Kai den Bass und ich Gesang, Gitarre, Piano usw...ein.
Und auch bei Live-Auftritten entsteht neben Bass und Djembe/Cajon mit Johanna am Klavier/zweiter Stimme, Valencia als zweiter Stimme eine Art kleines Ensemble, dessen Zusammenkunft immer vom Lied abhängt und dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch experimentiere ich mit der Loopstation als Live-Begleitung. Die Musik um dieses Ensemble füllt den Begriff Kini Mod. 2012 werden weitere Aufnahmen und Konzerte folgen...
KINI MOD
